Was kauft man eigentlich an der Börse?

Die Börse ist nichts anderes als ein großer Marktplatz, an dem wir unterschiedliche Dinge kaufen können. Diese Dinge nennt man häufig Assets. Assets sind Vermögenswerte. Grundsätzlich gibt es sehr viele Assets bzw. Handelsprodukte, die man handeln kann. Man kann Rohstoffe wie Öl und Metalle handeln. Man kann Devisen, also Währungen, kaufen und verkaufen. Nachvollziehbarer wird es, wenn man Aktien handelt. Aktien sind kleine Unternehmensanteile und das, was Du später handeln wirst.

An dieser Stelle keine Sorge: Alle Methoden und Kenntnisse kannst Du auch später in anderen Märkten und Produkten anwenden (Krypto, Devisen, Rohstoffe, Indizes etc.), dennoch liegt der Hauptfokus auf Aktien.

Also zurück zu den Aktien.

Aktien können auch als Unternehmensanteile bezeichnet werden. Dieser Begriff erklärt ganz gut, um was es sich bei Aktien überhaupt handelt. Mit dem Besitz einer Aktie wird man zum Aktionär und besitzt ein Anteil am Unternehmen und ist somit Miteigentümer des entsprechenden Unternehmens.

Die ersten Aktien wurden im 17. Jahrhundert ausgegeben, um kostspielige Expansionen finanzieren zu können. Noch heute gehen Unternehmen an die Börse, um Kapital für Expansionen zu generieren.

Mit dem Besitz der Aktien ergeben sich Rechte für den Aktionär:

  • Sie haben ein Recht auf einen Gewinnanteil in Höhe ihres Anteils am Unternehmens, die sogenannte Dividende
  • Sollte das Unternehmen aufgelöst werden, werden sie auch ihrem Anteil entsprechend entschädigt (= Liquiditationserlös)
  • Wenn das Unternehmen weitere Aktien ausgibt, bekommen die bisherigen Aktionäre Bezugsrechte, damit ihr Anteil am Unternehmen unverändert bleibt
  • Möglichkeit der Teilnahme an der jährlichen Hauptversammlung

Aktie ist nicht gleich Aktie

Es gibt verschiedene Arten von Aktien. Die wichtigste Unterscheidung aus Aktionärssicht ist die zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien. Vorzugsaktien sind nicht mit einem Stimmrecht auf der Jahreshauptversammlung verbunden. Zum Ausgleich ist die Dividende normalerweise höher.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Art der Übertragung: Bei Inhaberaktien reicht der Besitz, sie sind also formlos übertragbar. Bei Namensaktien wird der Name des Inhabers in einem Aktienbuch eingetragen.

Diese Informationen haben für das von uns angestrebte Trading eine eher untergeordnete Relevanz, da wir Aktien meistens nicht länger als ein paar Stunden oder Tage halten. Es ist also im Endeffekt nicht mehr, als zwei Klicks. Kaufen und verkaufen über deinen PC. Dennoch ist es wichtig zu wissen, was es überhaupt bedeutet, Aktien zu besitzen oder woher der Ursprung kommt. Die für uns wichtigen Kennzahlen wirst Du nach und nach kennenlernen.